Lan­ge habe ich mich gewun­dert, was ein Wurm­loch ist. Im Film „Inter­stel­lar” fin­det sich eine hand­li­che, ein­fa­che, aber auch kom­ple­xe Erklä­rung dafür. Man stel­le sich ein Blatt Papier vor. Dar­auf zeich­net man eine Stre­cke zwi­schen zwei Punk­ten, die z.B 10 cm groß ist. Das Blatt Papier ist das Uni­ver­sum, die Stre­cke der Weg zur nächs­ten Gala­xie, also eini­ge Mil­li­ar­den Licht­jah­re lang. Um nun von hier dort­hin zu gelan­gen, gibt es zwei Möglichkeiten.

  1. Die kom­plet­te Stre­cke flie­gen, was mit heu­ti­ger Tech­nik eini­ge Bil­li­ar­den Jah­re dau­ern wür­de, oder
  2. Ein Wurm­loch benutzten.

Doch wie stellt man sich das vor? Statt die zehn Zen­ti­me­ter zu nutz­ten, neh­men wir unse­ren Stift, fal­ten das Blatt so, dass die Punk­te auf­ein­an­der lie­gen und boh­ren an der Stel­le mit dem Stift ein Loch durch das Blatt. Die­ses Loch ent­spricht einem Wurm­loch. Jetzt beträgt die Stre­cke fast null, das bedeu­tet, wir kön­nen sie in Null­zeit zurück­le­gen. Wir müs­sen nur ein geeig­ne­tes Wurm­loch finden.

Was auf­fäl­lig ist: Das Blatt (zumin­dest im Bei­spiel) hat nur die zwei Dimen­sio­nen, um es zu fal­ten bra­chen wir also die Drit­te. Das Uni­ver­sum ist aber schon drei­di­men­sio­nal, also brau­chen wir um es zu „fal­ten” eine wei­te­re Dimen­si­on – die vier­te Dimension.